Das Sportlerherz von Felix schlug nicht nur für den Fußball und das Radfahren, sondern auch für die schnellste Mannschaftssportart der Welt, Eishockey. Seine Lieblingsmannschaften waren die Adler aus Mannheim und zu meiner Freude auch die Landshut Cannibals. Wir haben uns oft sehr lange über Eishockey unterhalten, sei es nun das Profigeschäft oder unser Hobbyeishockey gewesen. Er hat viel Zeit und Geld investiert um seine Adler in Mannheim anzufeuern oder selbst auf Torejagd zu gehen. Oft ist er stundenlang zu Hause am Computer gesessen und hat die Spiele der Adler am Liveticker verfolgt. Nach Niederlagen speziell in den Playoffs war er lange Zeit betrübt und man konnte ihn nur schwer zum Lachen bringen. Ich habe es immer sehr bewundert, wie wichtig für ihn der Erfolg seiner Lieblingsmannschaft war und wie sehr er bei Niederlagen niedergeschlagen war.

Als Felix nach Bobingen gezogen ist, hat er mit den Caps Streethockey gespielt und sich auch bald unserer Clique angeschlossen. Als ich bei den Huskies angefangen und ihm von meinen tollen Erfahrungen als Hobbyspieler erzählt habe, hat Felix in der Saison 2000/2001 selbst mit dem Eishockeyspielen angefangen. Schnell entwickelte er sich zum Torjäger trotz anfänglicher Laufprobleme. Er bildete mit mir und abwechselndem Partner eine Sturmreihe, in der ich meistens als Vorlagengeber für Felix agierte. Zwei Jahre später kam noch der dritte Cap in unsere Mannschaft und natürlich in unsere Sturmreihe. Mit dem Tim lief es noch besser und wir schossen unsere Gegner in regelmäßigen Abständen förmlich vom Eis. Am Ende dieser Saison 2002/ 2003 halfen Felix und ich bei einem Pokalspiel der Ice Bulls aus. Bis zum Schluss stand es 3:3 unentschieden bis der Felix durch einen Sololauf Sekunden vor Spielende das entscheidende vierte Tor machte. Ich werde dieses Spiel nie vergessen, denn es spiegelt seinen ganzen sportlichen Ehrgeiz wieder, den er nicht nur beim Eishockey hatte. Die letzten 10 Spielminuten ging er gar nicht mehr vom Eis. Auf der Auswechselbank sagte er zu mir, er werde das Eis erst wieder verlassen, wenn wir führten, weil er unbedingt das Spiel gewinnen wollte. Er hat es ja auch eindrucksvoll geschafft. Wer verwandelt so knapp vor Spielende so cool einen Alleingang? Sein Zug zum Tor und sein Wille, ein Tor zu schießen und das Spiel zu gewinnen, waren einzigartig. In Sachen Tore schießen war er äußerst trickreich. So schoss er gerne den Puck von hinten an die Schoner des Torhüters, der meistens davon völlig überrascht wurde, und die Scheibe so oft den Weg ins Tor fand.

In der Saison 2003/ 2004 wechselten Felix und ich endgültig zu den Ice Bulls und spielten somit in zwei Mannschaften. Jetzt waren wir ausgelastet genug, nachdem wir zuvor unserer Meinung nach zu wenig Eiszeit hatten. Felix fing dort an mit dem, womit der letzte Saison aufgehört hatte, dem Tore schießen. Er leistete sich einen gelben oder doch goldenen Schläger von einem NHL-Star, mit dem ihm die Kunst des Tore schießens noch leichter fiel. Es bleiben nicht nur die Ereignisse im Eishockey, wie zum Beispiel der Ausflug in die Schweiz, bei dem wir mit den Huskies auf eine Mannschaft des bekannten Musikers DJ Bobo trafen, in Erinnerung, sondern auch seine Einstellung gegenüber dem Sport, sich immer weiter zu verbessern oder die langen Eishockeygespräche mit ihm. Ich werde ihn immer als sehr guten Freund in Erinnerung haben, auf den man sich verlassen konnte und der in schwierigen Phasen zu einem gehalten hat.

DANKE FÜR UNSERE GEMEINSAME ZEIT!

Max Offenberg

Ice-Bulls Bilder:

        

Felix in Eishockeykluft vor dem Spiel

 

Mannschaftsbesprechung vor dem Spiel (Felix als Nummer 8)

 

                       

Spielszenen mit Felix und seinem "Goldschläger"!

 

Nach dem Spiel, ziemlich erschöpft!