Felix und sein Toyota ein paar Tage vor seinem 18. Geburtstag

 

Felix' Auto wurde mit der Beifahrerseite an den Baum geschleudert, so dass der Baum bis zur Mitte im Fahrzeug war. Dann prallte es ab und drehte sich um 90 Grad, so dass sein Auto auf der rechten Fahrbahnseite stand in entgegen gesetzter Fahrtrichtung

 

Hier sieht man das Auto von der Fahrerseite aus.
Felix saß die ganze Zeit über im Auto, wurde von den Bestattern aus dem Gurt geschnitten!!!

 

 

Der Unfall

 

In der Nacht vom 22.12.04 auf den 23.12.04 um ca. 1.37 Uhr fährt Felix von Patti in Schöngeising los. Er fährt zuerst ein paar kleinere Landstraßen bis er auf die B 2 nach Mering kommt. Die Straßen sind größtenteils frei, obwohl am Nachmittag und Abend das Wetter umgeschlagen ist und starker Wind war. Nach dem Ort Steinach ist die Straße frei, denn die Straße ist hier durch Schneefangzäune geschützt. Felix fährt mit ca. 80 km/h aus dem Ort Steinach heraus und kommt kurz vor der Abzweigung nach Merching in eine ca. 150 m lange Schneewehe. Sein Auto beginnt zu schlingern, er geht vom Gas, bremst aber nicht aus Angst von der Straße zu rutschen und hält das Steuer fest um auf der Fahrbahn zu bleiben und die Spur zu halten. Am Ende der Schneewehe fährt Felix auf den Baum am gegenüberliegenden Straßenrand zu. Er bremst, reißt das Steuer herum und möchte vermutlich seitlich am Baum vorbei rutschen. Dabei gerät er in eine neue Schneewehe, die direkt auf der Fahrbahn am Baum ist. Er verliert die Kontrolle über das Auto, das jetzt mit einer Restgeschwindigkeit von ca. 55 km/h mit der Beifahrerseite an den Baum geschleudert wird. Es ist ca. 2 Uhr. Das Auto prallt mit voller Wucht an den Baum, wird zurückgefedert und dreht sich um 90° um dann in entgegen gesetzter Fahrtrichtung stehen zu bleiben. Im Auto öffnen sich beide Airbags beim Aufprall, Felix wird mit einer Riesenwucht nach rechts an den Baum geschleudert, vom Gurt wieder zurückgezogen und sackt in sich zusammen. Bei dieser Bewegung muss sein Genick gebrochen sein, denn er ist vermutlich sofort bewusstlos. Sein Handy liegt direkt neben ihm auf dem Beifahrersitz, es ist voller Blut, als wir es finden. Wollte er uns noch anrufen und konnte es dann nicht mehr? Wir wissen es nicht!!! Der CD Player spielt das Lied „I will nur z’ruck zu dir“, ein bayerischer Song, den Felix gern angehört hat. Die Scheinwerfer sind an, Felix sitzt vornüber gebeugt in seinem Sitz, ------- 

Ein italienischer LKW Fahrer betätigt um ca. 2.11 Uhr den Notruf, gleich neben der Abzweigung nach Merching, er findet Felix bewusstlos im Auto. Als der Notarzt eintrifft, kann er nichts mehr machen, Felix ist tot.

 

Uns beschäftigen außer der alles umfassenden Frage nach dem Warum vor allem folgende Fragen:

Warum hört ein Schneefangzaun mitten in der Strecke zwischen Steinach und Merching plötzlich auf? An einer Straße, die für Schneeverwehungen bekannt ist, an der es zieht und windet ohne Ende? Hatte man kein Geld mehr um ihn bis zur Abzweigung durchzuziehen? Es fällt auf, dass im Jahr 2005 der Schneefangzaun nun doch die erforderliche Länge hat und von Steinach bis nach Merching verläuft. Musste unser Sohn für diese Einsicht sterben???

 

Warum werden immer wieder Bäume an den Straßenrand gepflanzt? Es braucht niemand mehr beim Autofahren den Schatten eines Baumes wie früher zur Zeit der Kutschen. Bäume gehören in den Wald oder in den Garten, aber nicht an die Straße! Wie viele, vor allem junge Leute, müssen noch ihr Leben an einem Baum verlieren, bis sich hier etwas ändert??

 

Hätten wir Felix durch ein anderes Fahrzeug mit ESP und Seiten- bzw. Kopfairbags das Leben retten können? Hätte der Unfall vermieden werden können? Oder läuft alles nach einem ganz anderen Plan ab, nach einem höheren Plan, den wir hier nicht verstehen?

Das Schlimmste ist, wir können analysieren und nachdenken so viel wir wollen, das Ergebnis steht von vorneherein fest:

Felix ist tot und bleibt tot, wir können nichts mehr ändern!!!!!!